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Umstrittener Landhof
Die Initiative wird nicht zurückgezogen

© Basler Zeitung; 17.09.2009; Seite bazab1

Klares Ja. Der Basler Grosse Rat will auf dem Kleinbasler Landhof-Areal drei Wohngebäude mit einer angrenzenden Grünanlage erstellen. Gleichzeitig lehnt er die Landhof-Initiative ab, welche die ehemalige Spielstätte des FC Basel als «Grünoase» für die Quartierbevölkerung erhalten will. Dies beschloss das Kantonsparlament gestern überraschend deutlich. Mit 53 gegen 33 Stimmen unterstützte es den Gegenvorschlag der Regierung zur Landhof-Initiative, den die vorberatende Bau- und Raumplanungskommission in wesentlichen Punkten ergänzt hatte.

Die Frage, ob das Landhof-Areal teilweise überbaut werden soll, spaltete die meisten Fraktionen. Einstimmig oder mehrheitlich unterstützt wurde der Gegenvorschlag von SP, FDP, CVP, LDP und Grünliberalen. Für die Initiative waren das Grüne Bündnis, SVP und die EVP/DSP-Fraktion.

Über die Zukunft des Landhof-Areals im Kleinbasel entscheidet nun die Basler Stimmbevölkerung. Sie kann zwischen dem Bauprojekt der Regierung und der Landhof-Initiative entscheiden. Die Initianten ziehen ihr Volksbegehren nicht zurück, wie Grossrat Thomas Grossenbacher (Grünes Bündnis) gegenüber der BaZ erklärte: «Ein Rückzug ist kein Thema.» Die Initiative war von einem Komitee aus Vertretern von Grünen, BastA!, EVP, CVP und Umweltverbänden lanciert und mit 3200 Unterschriften im März 2007 eingereicht worden.

Wann die Basler Bevölkerung über die beiden Vorlagen abstimmen kann, ist noch nicht klar. Es gibt zwei mögliche Termine: Ende November dieses Jahres oder Anfang März 2010. pak > SEITE 23


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