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Ein Fest, damit der Landhof grün bleibe
Kleinbasel Der «Verein zur Erhaltung des Landhofareals» warb mit einer Veranstaltung für sein Anliegen

© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ; 10.11.2008; Seite 12
Lene Schäfer

Am Samstag traf man sich auf dem Landhof, dem ehemaligen Sportplatz des FC Basel, um ein Fest für Jung und Alt zu feiern. Mit der Veranstaltung wollte der 2004 gegründete «Verein zur Erhaltung des Landhofareals» auf seinen Kampf zum Schutz des Geländes als freie Grünfläche aufmerksam machen. Das Baudepartement beabsichtigt nämlich, das Areal, das sich im Besitz der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet, mit Wohnblocks überbauen zu lassen.

Bei schönstem Herbstwetter fanden sich die Anwohner des Landhofes zusammen mit Interessierten zu Kaffee und Kuchen, Raclette und Kürbissuppe, Kerzenziehen, Flohmarkt, Alpenbaseball und Frisbeekurs ein: Die Qualitäten des Landhofs als Freizeitzentrum im oberen Kleinbasel sollten für die Gäste des Festes hautnah erlebbar werden.

Freizeitangebot für Quartierbewohner

Nach dem endgültigen Wegzug des FC Basel übernahm im Jahr 2002 die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Kleinbasel den Landhofplatz zur Zwischennutzung. Sie machte ihn zum Zentrum der Projektstelle Jugendarbeit unter Mirko Ulbl. Zusammen mit dem Jugendförderverein Oberes Kleinbasel «ooink ooink Productions», dem Kinderbüro Basel und dem Sportamt werden seitdem verschiedenste Freizeitangebote für die grossen und vor allem die kleinen Quartierbewohner und -bewohnerinnen realisiert. So werden jeden Mittwoch und Freitag betreute Spielnachmittage für die 30 bis 80 so genannten «Landhof Kidzz» angeboten. Ebenso werden regelmässig Sportturniere, Erlebnistage und ein Sonntagsgottesdienst organisiert, bei dem auch ein Konzert und ein Fussballturnier stattfinden.

Das alte Tribünengebäude wurde durch freiwillige Helfer in Stand gehalten und neu gestaltet. Es bietet viele Räume für unterschiedliche Aktivitäten. Dort finden zum Beispiel Jugendtreff, Mittagstisch, Malatelier, Restaurant sowie Garderoben und Sanitäranlagen für die sportlichen Anlässe Raum. Auf dem so genannten «Spickel» wurde ein Naturspielgelände mit Bike- und Hindernisbahn eingerichtet: Der Landhof ist ein viel genutzter Treffpunkt für Anwohner jeden Alters.

Organisatoren sind zufrieden

Heinz Käppeli, Präsident des «Vereins zur Erhaltung des Landhofareals» und Mirko Ulbl erklärten sich mit der Resonanz des Festes sehr zufrieden. Besonders freute es Käppeli, dass auch viele der direkten Nachbarn gekommen waren. Diese hätten sich bei den Bemühungen um den Erhalt des Platzes oftmals eher zurückgehalten. Nun hoffe er, dass auch sie stärker mobilisiert werden können.

Im März 2007 wurde dem Staatsschreiber die Unterschriftensammlung für die Kantonale Volksinitiative unter dem Titel «Der Landhof bleibt grün» überreicht. Darin wird gefordert, dass das Areal der Grünzone zugewiesen und so eine Überbauung verhindert wird. Gerade im Hinblick auf die Abstimmung wolle man dafür sorgen, dass mehr Menschen den Landhof und seine Angebote kennen lernen und das bereits vorhandene Interesse wach bleibe, so Käppeli. Das Fest solle helfen, dieses Ziel zu erreichen. Der Erlös kommt dem Verein zugute.


www.landhof.ch