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Interessengemeinschaft kämpft weiter gegen Bauprojekt

Bericht im Baslerstab vom 06.02.2004

Frust auf Landhof wächst

Die Anwohner fühlen sich von den Behörden nicht ernst genommen

Die IG Landhof will weiter nichts wissen von einer Umgestaltung des Landhof-Areals. An einer Versammlung wurde laut IG-Mitglied Mirko Ulbl entschieden, dass auf "allen politischen Stufen" gegen das Bauprojekt der Behörden gekämpft wird.
"Als letztes Mittel würden wir auch das Referendum gegen eine Umzonung des Landhof-Areals ergreifen", erklärt Ulbl. Der Entscheid wurde am Mittwochabend bei einer Versammlung der IG gefällt.

Bedauern bei Behörde

Die IG war auch in der Jury vertreten, die das Bauprojekt aussuchte - ohne Stimmrecht. "Dort mussten wir feststellen, dass das Projekt vieles kaputt macht, was momentan auf dem Landhof exisitert", sagt Ulbl.
Eine Delegation der IG sei nach dem Jury-Entscheid auch von Baudirektorin Barbara Schneider empfangen worden. Die Forderung nach einer Überarbeitung des Projekts sei aber abgelehnt worden. "Bei den Leuten wächst der Frust", fasst Ulbl die Stimmung zusammen. Sie hätten das Gefühl, von den Behörden nicht ernstgenommen, übergangen zu werden.
"Wir bedauern, dass dieses Gefühl aufkommt", sagt Marc Keller, Sprecher des Basler Baudepartements (BD). Er war an der IG-Versammlung dabei. Die Stimmung sei sehr kritisch gewesen, räumt Keller ein. "Es gab viel emotionale Betroffenheit."
Die Interessen von BD und IG seien nicht so weit voneinander entfernt, meint Keller: "Wir wollen auch, dass auf dem Landhof-Areal Platz bleibt für Kinder und Jugendliche."
Die Motive der IG seien nicht egoistisch, hält Ulbl fest. "Wir wollen eine grüne Oase erhalten, und nicht primär gegen eine Wohnüberbauung kämpfen, wir wollen das Leben auf dem Landhof schützen."

Ralph Schindel
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