Landhof Landhof
 

Ein Paradies für Kids - der alte Fussballplatz Landhof

Bericht im Vogel Gryff vom 02.03.2003

Eine feine Oase im Kleinbasel

Gerne genutzt wird der alte Landhof von Kindern an den Nachmittagen aber auch von den Nachwuchsfussballern am Abend.

Hier schlagen die Kinderherzen wirklich höher. Der alte Fussballplatz Landhof eignet sich in seinem jetzigen Zustand bestens als (geordneter) Tummelplatz für die "Landhof Kids". An mindestens zwei Nachmittagen wird die Grünfläche und das fein überwucherte Umland von herzlichem Kinderlachen und Kindergeschrei erfüllt. Fröhlichkeit, die sich auch auf die Anwohner überträgt, und was im meist diffizilen Wohnumfeld selten ist, zu keinerlei Klagen der Nachbarschaft Anlass gibt.

Zukunft des Landhofareals

Das Baudepartement hat einen Ideenwettbewerb zur neuen Nutzung des Landhofareals lanciert. Die IG Landhof wünscht eine massvolle Nutzung des Areals. Mindestens 70 Prozent soll als zusammenhängende Grünfläche auch in Zukunft öffentlich zugänglich sein. Ein betreutes Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, ERhaltung bestehender Naturräume sowie Bewegungsräume für eine öffentliche Nutzung sind zentrale Forderungen der IG. Die heutige Zwischennutzung für Sport-, Spiel und Freizeit, soll möglichst nahtlos in die zukünftige Nutzung überführt werden. Die IG Landhof hat sich zum Ziel gesetzt, sich dafür mit allen Mitteln einzusetzen. Marcel Sturzenegger vom Hochbau- und Planungsamt meint, dass sich die heutigen Nutzer zumindest kurz- bis mittelfristig keine Sorgen machen müssen. Bis heute sind keine valablen Investoren zur Stelle, der Projektwettbewerb ist erst am Anlaufen. Zudem hat auch ein Vertreter der IG Landhof Einsitz in der Wettbewerbsjury. Im Juni werden erste Resultate aus dem Ideenwettbewerb vorliegen. Danach beginnt wohl eine unendliche zweite Runde.

Angst vor Mergel-Spielplatz

Wie bereits im "VG" Nr. 5 im "Streugut" ausführlich zitiert scheint im hiesigen Baudepartement der grüne Mergel entdeckt worden sein. Wo immer ein paar Quadratmeter Spielfläche auf Stadtboden frei wird, wird postwendend der "grüne Mergel" verordnet. Wie beliebt diese Mergel-Plätze sind kann täglich an den Beispielen Theodorskirchplatz und vor dem Hotel "Balade" begutachtet werden. Kaum ein Kind verirrt sich auf diese überdimensionierte Hundetoiletten. Kinder lieben die architektonisch perfekten Spielplätze nicht besonders, respektive frei nach Kindermund: "das isch doch e Saich". So ist auf der diese Woche von der Frau Baudirektorin höchst persönlich eingeweihten sterilen Mergel-Spielanlage auf dem Theodorskirchplatz nur selten Kinderlachen zu hören. Die Claramatte in ihrer heutigen Form (Artikel unten auf dieser Seite) und der Landhof erfreuen sich dagegen einer hohen Beliebtheit.

Bei der nun angerollten Diskussion und Projektierung der Spielplätze sollten Bedürfnisse resp. Wünsche der Kinder nicht ganz übergangen werden. 

Werner Blatter
>>Originalartikel

www.landhof.ch